Game of Life ist ein Spiel, das der Mathematiker John Conway erfunden hat. Das Spiel kann man auf Prozessdynamiken in Organisationsstrukturen übertragen.

Game of Live und die agile Führung

Game of Life ist ein Spiel, das sich der britische Mathematiker John Horton Conway ausgedacht hat. Es basiert auf zweidimensionalen zellulären Automaten. Es folgt einfachen Regeln und ist gleichzeitig unglaublich dynamisch. Als ich das Spiel gesehen habe, ist mir eine Analogie aufgefallen. Das Spiel ist eine übertragbare Variante von Prozessdynamiken in Organisationsstrukturen.

Wir sehen ein Muster zu einem Zeitpunkt X in einer Firmensituation Y. Dieses ist nie stabil, sondern zeigt eine immense Eigendynamik. Klickt man ein Steinchen an, verändert sich auch der Rest. Nehmen wir an, der zur Veränderung führende Klick stünde für dauerhafte, zahlreiche Personalausfälle.

In einer rein funktionalen Organisationsstruktur, d. h. Strukturierung entlang der Fachdisziplinen wie Verwaltung, Vertrieb und Produktion, käme die Entscheidung zur Neuaufteilung der Arbeitsstrukturen vermutlich aus der Verwaltung.

Der Nachteil dieser Organisationsform zeigt sich hier dadurch, dass es zu Realitätskonstruktionen auf der Verwaltungsebene kommt. Planende und handelnde Personenkreise agieren getrennt voneinander.

Agile Führung bedeutet, dass es durchaus klare Rahmenbedingungen durch eine Linienführung geben kann, jedoch die Verantwortungen für bestimmte Prozesse, geregelt in einer Delegationsmatrix, aus dem Team entwickelt, getestet und implementiert wird.