Objektiv ist alles subjektiv

Denkstrukturen entstehen durch Sinneseindrücke und durch unsere Erfahrungen, die wir physisch, psychisch, intellektuell vornehmen. Gregory Bateson sagte provokant: „Du glaubst deine eigenen Gedanken zu denken – doch du denkst die Gedanken deiner Kultur.“

Unsere Kultur ist aufklärerisch geprägt. Rationalität und Objektivität haben obersten Stellenwert. Das hat enorme Vorteile, denn diese Denkweise gibt uns ein Gefühl der Sicherheit, etwas richtig zu wissen oder zu machen. Unsere Kommunikation ist ebenso davon geprägt, recht zu haben, alles richtig zu machen oder etwas beweisen zu müssen. Diese Herangehensweise ist für viele Situationen vorteilhaft, aber reduziert auch die Option auf weitere Sicht- und Verhaltensmöglichkeiten.

Wenn wir die Welt in immer gleichen Denkstrukturen erleben, welche Möglichkeiten haben wir dann überhaupt, etwas Neues zu denken?

Ein Weg aus dem Schema ist es, Handlungen zu hinterfragen. Fragen Sie nach dem Warum und Wofür. Eine weitere Methode ist die Reflexion. Humberto Maturana sagte „Wir beginnen uns zu verändern, wenn wir beginnen zu reflektieren.“ Mein Favorit aber ist, neugierig und unkonventionell zu sein. Denn diese Eigenschaften sind ein „natürlicher“ Schutzwall gegen eingefahrene Denkstrukturen.

Und wie mache ich das?

Es hilft nur mutig sein, ausprobieren und wenn es schief geht, als Erfahrung ad acta legen. Denn wer sagt denn, dass Weißwürste mit Mayonnaise nicht schmecken? Oder dass Turnschuhe den Operngenuss schmälern? Kann es sein, dass ein Team Projekte primär selbstbestimmt steuert…?