Hammer mit verschiedenen Schrauben. Wer als einziges Werkzeug einen Hammer hat, tendiert dazu, alles wie einen Nagel zu behandeln.

Warum es den einen, einzig wahren Führungsstil nicht gibt…

Wir leben in einer Welt, die höchsten Wert auf Individualität legt. Jeder Mensch ist besonders und eine unverwechselbare Persönlichkeit mit Stärken und Schwächen. Jeder Mensch ändert sich zudem im Lauf seines Lebens und aus dem zögerlichen Azubi wird ein Mitarbeiter, der sicher und zügig Entscheidungen trifft. Den „einen, einzig wahren“ Führungsstil, der für alle und alles passt, kann es daher nicht geben.

Der passende Führungsstil orientiert sich am Reifegrad des Mitarbeiters und passt sich flexibel an Situation und Mensch an. Das macht es für Führungskräfte nicht einfach, denn es verlangt höchste Flexibilität und ein umfangreiches Verhaltensrepertoire. Aber wer das schafft, wird belohnt durch motivierte und loyale Mitarbeiter. In meiner Praxis sehe ich mich immer wieder bestätigt, dass sich die Mitarbeiter durch situatives Führungsverhalten wirklich verstanden fühlen.

Situativ führen zu können, ist ein Handwerk, das gelernt werden kann. Was zählt, ist der Wille, sich intensiv mit den Fähigkeiten und Eigenschaften der Mitarbeiter zu beschäftigen. Dazu braucht man Empathie und ehrliches Interesse.